Ronja Kemmer zu Besuch in Balzheim

Ronja Kemmer, Mitglied des deutschen Bundestags besucht die Werkzeughersteller Günther Wirth und Klenk in Balzheim

Parlamentarier und Hartmetallwerkzeug haben durchaus etwas gemeinsam: "Auch in der Politik muss man manchmal dicke Bretter bohren," sagt die CDU-Abgeordnete Ronja Kemmer bei ihrem Besuch, der sie in die beiden Balzheimer Unternehmen für Hartmetallwerkzeugherstellung Günther Wirth und Klenk führte. "Wir liefern dazu die Bohrer", hieß es aus der Runde mit Günther Wirth, Horst Klenk, Gerhard Bailom (Geschäftsführer GW), Georg Lamers (Standortleiter GW) und Peter Uttenthaler (Standortleiter Klenk). Ebenfalls mit dabei waren Jürgen Gerster und Klaus Merkle, die namens des CDU-Ortsverbandes Dietenheim-Balzheim den Termin arrangiert hatten.

Just an diesem Tag wurden die Maschinen in die 2700 Quadratmeter große neue Halle der Firma Günther Wirth eingebracht. Der Neubau, der für Logisitk und Beschichtung genutzt wird, entstand binnen zwölf Monaten. Das Investitionsvolumen von 5,5 Millionen Euro beinhaltet auch das parallel dazu entstandene Energiegebäude.

Doch das ist nur der erste Bauabschnitt. Im Juli plant das Unternehmen Günther Wirth den Spatenstich für eine 3000 Quadratmeter große Produktionshalle bei einer Investitionssumme von 2,5 Millionen Euro.

Die an den Neubau angegliederte Nachbarschaft zum Hartmetallwerkzeughersteller Klenk verspricht zukünftige Synergien. "Wir konzentrieren uns auf die Luftfahrtindustrie", sagte Klenk-Standortleiter Peter Uttenthaler. Gerade habe man in den USA Fuß gefasst. Beschäftigt seien derzeit 130 Mitarbeiter beim Unternehmen Klenk.

Das Thema Facharbeiter bewegt beide unter dem gemeinsamen Dach der CERATIZIT Gruppe gleichermaßen. Bis zu 50 neue Mitarbeiter möchte der Geschäftsführer von Günther Wirth einstellen - eine große Herausforderung. "Man muss selber ausbilden und braucht Jahre", ist die Erfahrung von Gerhard Bailom. Georg Lamers betonte, dass man für die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in der Region attraktiv sein und bleiben muss. Andererseits, so Gerhard Bailom, steigen die Anforderungen an die Maschinen ebenfalls stetig.

Auch wurde Chance der Asylanten als Arbeitnehmer angesprochen. Hier allerdings beklagte Horst Klenk den administrativen Aufwand. "Man könnte sie beschäftigen, darf aber nicht." Hier fügt Jürgen Gerster hinzu: "Flüchtlinge brauchen eine Bleibeperspektive." Weg vom Asyl, hin zur Einwanderung, dafür plädierte Ronja Kemmer: "Wir brauchen ein Einwanderungsgesetz".